„Aber es ist wesentlich...daß wir uns von Jesus führen lassen, weil er den Weg nicht nur kennt, sondern der Weg ist.“ Benedikt XVI

Taufe der Regebogen Gottes

Lesungen zum Fest der Taufe des Herrn: Jes 55,1-11;Jes 12,2.3 u. 4bcd.5-6;1 Joh 5,1-9;Mk 1,7-11

Taufe Jesu, Gemälde im Petersdom

"Denn durch die Taufe Jesu hat Jesus sich ja uns verbunden, sie ist gleichsam die Brücke, die er zwischen sich und uns gebaut hat, der Weg, auf dem er uns zugänglich wird.

So erinnert die Taufe Jesu vor allen Dingen an unsere eigene Taufe und fragt uns was in unserem Leben mit diesem herein treten Gottes in meine persönliche Existenz geworden ist fragt uns, was bedeutet denn eigentlich mein getauft sein für mich? ...

So ist die Taufe der Regenbogen Gottes über unserem Leben, die Verheißung seines großen Ja, die Tür der Hoffnung und zugleich die Weisung, die uns zeigt, wie man das macht, ein Mensch zu sein: in der Verbundenheit mit der eigenen Familie, mit der Kirche Gottes und so im lebendigen, persönlichen Mitgehen mit Jesus Christus und im Gehen auf seinen Wegen. Mit ihm gehen wir gut. Auf ihn schauend wissen wir, dass Gott größer ist als unser Herz. In solcher freudigen Gewissheit gehen wir getrost in das neue Jahr hinein."

Joseph Ratzinger (JRGS 14/1)

Was für ein Bild! Was für ein Jahr!

Liebe Schwestern und Brüder,

Was für ein Bild! Was für ein Jahr!

Seit Mitte März hat sich unser aller Leben völlig verändert. Niemand von uns hätte je gedacht, dass die unmittelbaren menschlichen Begegnungen zu einem kleinen Luxus werden könnten. Das Theater- oder Konzertbesuche nicht mehr möglich sind. Wer hätte das gedacht, dass wir Gottesdienste nur unter strengen Hygieneschutzauflagen feiern dürfen, dass Gemeindeveranstaltungen ganz abgesagt werden mussten. Ja, was für ein Jahr 2020! Aber gerade in solch einer Zeit großer Unsicherheit, in einer Zeit, in der es mehr Fragen als Antworten zu geben scheint, dort hinein feiern wir Weihnachten, als ein Fest der Hoffnung und der Freude über die Rettung des Menschen.

Weiterlesen: Was für ein Bild!  Was für ein Jahr! 

„Gaudete, Freuet euch, denn der Herr ist nahe!“

Predigt:  3. Adventssonntag, 12.12.2020, Gaudete (hier als pdf)

Jes 61,1-2a.10-11;Lk 1,46b-48.49-50.53-54;1 Thess 5,16-24;Joh 1,6-8.19-28

Liebe Schwestern und Brüder,

Gaudete, Freut euch! Klingt in diesen Tagen wie ein schlechter Witz oder etwa nicht?  Eigentlich spricht die Situation um uns herum eklatant dagegen und wirklich freuen mag sich in diesen Tagen kaum jemand so richtig.

Weiterlesen: „Gaudete, Freuet euch, denn der Herr ist nahe!“

Advent: Ihn im Alltag begegnen

Lesungen zu zweiten Advent: Jes 40,1-5.9-11;Ps 85,9-10.11-12.13-14;2 Petr 3,8-14;Mk 1,1-8

 

"Wenn wir unser Herz bereit machen für die Aufnahme des Herrn, müssen wir lernen, ihn in den Ereignissen des täglichen Lebens zu erkennen, in denen er gegenwärtig ist. Der Advent wird dann sozusagen ein gutes Training, das uns zweifellos auf den auf den ausrichtet, der schon gekommen ist, der kommen wird und der ständig im Kommen ist."

Johannes Paul II Quelle: Generalaudienz

Advent: „Ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt!“

Lesungen zum 1. Advent:  Jes 63,16b-17.19b;64,3-7;Ps 80,2ac u. 3bc.15-16.18-19;1 Kor 1,3-9;Mk 13,33-37

Seid wachsam, damit der Hausherr Euch nicht schlafend antrifft, wenn er plötzlich kommt. Diese Worte Jesu drücken das Wesen der christlichen Existenz aus: Das Leben der Gläubigen ist ein Warten auf die Wiederkunft des Herrn. Dieses Warten ist kein passiver Zeitvertreib. Unsere menschliche Existenz ist auf diese Begegnung mit Gott am Ende der Zeit ausgerichtet. Und doch ist es nicht leicht, in einer oberflächlichen und hastigen Gesellschaft treu und gelassen auf diesen Zeitpunkt hin zu leben.

Seid wachsam! Wartet auf die Wiederkunft des Herrn, damit er seine Diener nicht schlafend antrifft!

Johannes Paul II, Generalaudienz am 26. Juli 2000