"Wenn Sie in die Welt hineinschauen, sehen Sie keinen Himmel, aber Sie sehen überall die Spuren Gottes." Benedikt XVI.

Urlaubszeit, Beine austrecken, Seele baumeln lassen und?

Und: Zeit Gott, zu suchen und zu finden.

Im Lärm und der Hektik des Alltags ist es oft schwer, Gott und sein Handeln zu entdecken, Gott der sich eher im „Säuseln“ offenbart (vgl. 1. Kön 19, 12). Urlaubszeit gibt Zeit in der Natur zu sein, die Schöpfung zu bestaunen und die Chance zu nutzen, den Ursprung aller Dinge aus den geschaffen Dingen zu erkennen (vgl. DV 6).

Vielleicht können wir dann mit in den Lobgesang der drei Jünglinge einstimmen:

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Weltliche Sorgen aus den Tiefen des Herzens vertreiben

"Er aber schickte alle hinaus und nahm außer seinen Begleitern nur die Eltern mit in den Raum, in dem das Kind lag. Er faßte das Kind an der Hand und sagte zu ihm: Talita kum!, das heißt übersetzt: Mädchen, ich sage dir, steh auf! Sofort stand das Mädchen auf und ging umher." Mk 5, 40-42

Die Menge der Leute wird hinausgeschickt, damit das Mädchen auferweckt werden kann: Denn wenn nicht zuerst die Menge der weltlichen Sorgen aus den Tiefen des Herzens vertrieben wird, wird die Seele, die innerlich tot darniederliegt, nicht auferstehen. Zurecht heißt es auch, daß sie aufstand und umherging: denn die Seele, die von den Sünden auferstanden ist, muß sich nicht nur vom Schmutz der Vergehen reinigen, sondern auch in guten Werken Fortschritte machen, und sie muß baldmöglichst mit dem himmlischen Brot gesättigt werden, d.h. mit dem göttlichen Wort, und am Altar teilbekommen. (Beda)

Quelle:Catena Aurea

Es gleicht einem Senfkorn

"Er sagte: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben? Es gleicht einem Senfkorn. Dieses ist das kleinste von allen Samenkörnern, die man in die Erde sät. Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, so daß in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können." (Mt 4, 30-32)

In der Tat, winzig klein ist das Wort, das den Glauben ausmacht: Glaube an Gott, und du wirst gerettet sein. Doch die Verkündigung [dieses Wortes] hat sich über die Erde ausgebreitet und ist so groß geworden, daß die Vögel des Himmels - das sind die kontemplativen Menschen, voll tiefen Wissens und Erkenntnis - darunter wohnen. Wieviele weise Menschen unter den Heiden haben ihre Weisheit aufgegeben und ruhen nun aus unter der Predigt des Evangeliums? Dessen Verkündigung ist größer als alles andere geworden. (Theophylactus)

Quelle:Catena Aurea

Auf einem Berg

In jener Zeit gingen die elf Jünger nach Galiläa auf den Berg, den Jesus ihnen genannt hatte. (Mt 28, 16)

Der Herr erschien ihnen auf einem Berg, um zu zeigen, daß er den Leib, den er wie alle Menschen durch irdische Geburt empfangen hatte, durch die Auferstehung schon über alles Irdische erhoben hatte; und um die Gläubigen anzuspornen, daß sie, wenn sie dort die Herrlichkeit der Auferstehung zu sehen wünschen, hier sich bemühen, nicht Niedriges zu begehren, sondern Höheres zu ersehnen. Jesus geht seinen Jüngern nach Galiläa voraus, weil Christus von den Toten erstanden ist als Erster der Entschlafenen. Es folgen die, die zu Christus gehören; sie gehen in ihrer Ordnung vom Tod zum Leben hinüber, indem sie in seinem Anblick die Gottheit betrachten. Das stimmt gut damit überein, daß "Galiläa" übersetzt "Offenbarung" bedeutet. (Hrabanus)

Quelle:Catena Aurea

Verkündigung

Sie aber zogen aus und predigten überall. Der Herr stand ihnen bei und bekräftigte die Verkündigung durch die Zeichen, die er geschehen ließ. Mk 16, 20
   
Wie kann dieser Verkündigungsauftrag von den Aposteln erfüllt sein, wenn es noch heute Völker gibt, bei denen die Erfüllung gerade eben begonnen, und andere, bei denen sie noch nicht einmal begonnen hat? Der Herr hat den Aposteln diese riesige Aufgabe nicht so übertragen, als gelte sein Wort nur denen, zu denen er damals sprach. In gleicher Weise scheint er zunächst nur zu ihnen gesprochen zu haben: Siehe ich bin bei euch bis zum Ende der Welt (Mt 28,20), doch wer verstünde nicht, daß dies der gesamten Kirche verheißen ist, die über die sich ablösenden Generationen hinweg bis zur Vollendung der Welt bestehen wird? (Augustinus)

Quelle:Catena Aurea