"Nur die Kirche kann den Menschen vor der erniedrigenden Knechtschaft bewahren, ein Kind seiner Zeit zu sein." C. K. Chesterton

Meine Worte werden nicht vergehen

"Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen." MK 13, 31

Himmel und Erde werden nach ihrer jetzigen Gestalt vergehen, aber ohne Ende bestehen in dem, was sie eigentlich sind. (Beda)

Das Scherflein der Witwe

Da kam auch eine arme Witwe und warf zwei kleine Münzen hinein. Er rief seine Jünger zu sich und sagte: Amen, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr in den Opferkasten hineingeworfen als alle andern. Denn sie alle haben nur etwas von ihrem Überfluß hergegeben; diese Frau aber, die kaum das Nötigste zum Leben hat, sie hat alles gegeben, was sie besaß, ihren ganzen Lebensunterhalt. Mk 12, 42-44

Gott sieht nämlich nicht auf den materiellen Wert der Opfergabe, sondern auf das Herz der Opfernden; für ihn zählt nicht, wieviel einer in seinem Opfer gibt, sondern von wieviel Besitz er es darbringt. (BEDA)

Quelle: Catena Aurea

Das erste Gebot

In jener Zeit ging ein Schriftgelehrter zu Jesus hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen? Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft. Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden. (Mk 12, 28-31)

Deswegen sagt er, es sei gleich, weil diese beiden Gebote sich wechselseitig entsprechen und bedingen: Denn wer Gott liebt, liebt auch sein Geschöpf. Sein Hauptgeschöpf aber ist der Mensch; wer Gott liebt, muß daher alle Menschen lieben; wer aber den Menschen liebt, der ihm oft Anlaß zum Ärgernis gibt, muß um so mehr den lieben, der ihm immer Wohltaten erweist, und deswegen - wegen des Zusammenhangs dieser (beiden) Gesetze - gibt es kein anderes größeres Gesetz als diese. [...] (Theophylactus)

Quelle: Catena Aurea