Bekennt euch zu ihm vor allen Völkern, ihr Kinder Israels; denn er selbst hat uns unter die Völker zerstreut. Tob 13, 3

Ostern 2021

Auferstehung des Herrn! Und was bringt mir das?

Die Antwort darauf, wäre die gleiche, wie auf die Frage: „Warum stehe ich morgens auf? Nämlich, um zu leben!

Der Herr hat für uns gelitten und ist auferstanden, damit wir leben können. Damit wir aus dem Hamsterrad des permanent "gelebt Werdens" aussteigen und unser eigenes Leben entfalten können. Durch die Auferstehung des Herrn, in die wir durch unsere Taufe mit einbezogen sind, wissen wir, dass unser Leben zwar unterschiedliche Formen haben kann, aber niemals endet.

Ist das nicht eine wunderbare Botschaft!

In diesem Sinne wünsche ich euch ein gesegnetes und gesundes Osterfest

Ihr Pfarrer Markus Scholz

 

 

Verklärung - durchleuchtet vom Glanz Gottes

Lesungen zum 2. Fastensonntag: Gen 22,1-2.9a.10-13.15-18;Ps 116,10 u. 15.16-17.18-19;Röm 8,31b-34;Mk 9,2-10

Raffaello Santi:  Transfiguration – Verklärung Christi (Ausschnitt, Vatikanische Museen)

In der Verklärung wird die innere Wahrheit des Kreuzes, die Einheit von Kreuz und Auferstehung sichtbar. Das Kreuz lässt uns freilich erkennen, welches allein der Weg der Verklärung, der Verwandlung der Durchlichtung und Befreiung des Menschen ist. Verklärung bedeutet ja, dass dieser Mensch durchleuchtet wird vom Glanz Gottes, dass er sich nicht mehr zurückhält, sondern transparent, durchsichtig wird für ihn, dass er sich von ihm durchdringen, umwandeln lässt. Und dies ist Kreuz und Auferstehung zugleich: durchsichtig werden für Gott; Wohnstätte Gottes werden, dadurch dass das ganze Leben sich hineinverbrennen lässt in ihn, durchleuchten lässt von ihm und so zum wahren Leben kommt, Auferstehungswirklichkeit wird. Verklärung geschieht nicht anders als in sich Preisgeben für Gott. Aber auch umgekehrt: Kreuz ist nicht Quälerei, sondern ist das Durchdrungenwerden des Lebens von der Liebe, indem es allmählich hell wird, frei wird, offen wird für das Geheimnis des Ewigen auf die Auferstehung hin.

Joseph Ratzinger, JRGS 14/1

Jede gute und vollkommene Gabe kommt von oben

Lesungen zum 5. Sonntag im Jahreskreis: Ijob 7,1-4.6-7;Ps 147,1-2.3-4.5-6;1 Kor 9,16-19.22-23;Mk 1,29-39

„Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus. Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt, und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten… In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten“ Mk 1, 35

„Nachdem der Herr die Kranken geheilt hatte, zog er sich zurück. Damit lehrt er uns, nicht um der Öffentlichkeit willen zu handeln, sondern nicht hinauszuposaunen, wenn wir etwas Gutes getan haben. Sein Beten zeigt uns, dass wir das, was wir Gutes tun können, Gott zuschreiben müssen. Zu ihm müssen wir sagen: Jede gute und vollkommene Gabe kommt von oben, von dir (vgl. Jak 1,17). (Theophylactus)“

Quelle Catena Aurea