„Wir glauben nicht an Gott, weil wir ihn brauchen, sondern weil er uns liebt“, Kardinal Gerhard Ludwig Müller
Liebe Leserinnen und Leser! (Predigt hier als pdf)
Heute wieder ein paar Gedanken zum 7. Ostersonntag aus Großenhain.
Wir beginnen die letzte Woche der Osterzeit. Gerade diese Tage vor dem Pfingstfest, sagen uns, dass Christus, der Auferstandene nicht für immer diese Welt verlässt, sondern zu seinem Vater heimkehrt, um auf andere Weise unter uns zu sein. Es ist der Geist, der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht und uns gesendet wird.
Doch – Leben wir aus diesem Geist? Heute, hier und jetzt?
Evangelium: Joh 14, 15-21 (Predigt hier als pdf)
Liebe Schwestern und Brüder,
Liebe und Gebote! Zwei Reizthemen und das nicht nur unter uns Christen. Denn vielfach werden zum Beispiel die Gebote eher als unfrei machend empfunden. Außerdem werden diese oft auch als ein Relikt aus vergangenen Zeiten wahrgenommen und als nicht unbedingt zeitgemäß. Wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, denken wir doch auch manchmal: „Die anderen haben es doch viel einfacher im Leben als wir!"
Weiterlesen: Predigt zum 6. Sonntag in der Osterzeit - Gebote ermöglichen erst die Freiheit
Predigtgedanken zum 5. Sonntag der Osterzeit (10.05.2020) (Predigt hier als pdf)
Liebe Schwestern, liebe Brüder,
Wenn wir heute wieder Gottesdienst feiern können, so werden einige von uns wohl (still oder laut) sagen: „endlich wieder normal.“
Wenn wir heute wieder Gottesdienst feiern können, so werden wir alle wohl sagen können: so ganz normal ist es dann doch wieder nicht (vor allem im Hinblick auf die neuen „Regeln“, die jetzt gelten; wie sehen wir eigentlich aus 😊). Neue Normalität, so nennt man das wohl…
4. Sonntag in der Osterzeit, Predigt von Michael H. Kreher · Johannes 10, 1-10 (Predigt hier als pdf)
Von der Einschränkung zur Freiheit
Evangelium
In jener Zeit sprach Jesus: 1 Amen, amen, ich sage euch: Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht, sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber.

Auferstehung Christi, Gobelin in den Vatikanischen Museen
"Auferstehung Jesu Christi, Auferstehung des Leibes heißt, dass die ganze Welt Gottes ist, dass die Materie Gottes ist und dass wir sie in Verantwortung und Freude gebrauchen und damit eine Welt schaffen, die fähig ist, Gefäß Gottes zu sein und die darum menschliche Welt bleibt. Es ist das Fest, das Gott uns gibt, das wahrhaft Andere zu der engen und kleinen Welt des Verbrauchs und Gebrauchs, in die uns der Alltag zwingt. Von ihr wollen wir uns anrühren, von ihr uns tief mit der österlichen Freude erfüllen lassen: Christus ist wahrhaft auferstanden."
Joseph Ratzinger