"Man darf nicht einfach aufgeben, das Evangelium zu verkündigen." Benedikt XVI.

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Gebetstext der philippinischen Bischofskonferenz

Gott unser Vater,
wir kommen in unserer Not zu dir,
um dich um Schutz vor dem Corona-Virus zu bitten,
der Leben gekostet hat und viel Schaden über die Menschen bringt.

Wir beten um deine Gnade:
Für die Menschen, die das Virus erforschen und gegen seine Verbreitung kämpfen.
Führe die Hände und Gedanken der Mediziner,
auf dass sie den Kranken dienen durch ihr Können und ihr Mitgefühl,
und der Regierenden und Helfenden,
die auf der Suche nach einer Heilung und einer Lösung der Epidemie sind.

Wir beten für die Kranken.
Mögen sie bald wieder gesund werden.

Gewähre all das durch unseren Herrn, Jesus Christus, deinen Sohn, der mit dir lebt und herrscht in der Einheit des heiligen Geistes, jetzt und in Ewigkeit.
Amen.

Fasten? - Arbeit gegen die Schwerkraft!

"Leben im allgemeinsten Sinn ist kürzlich definiert worden als „Arbeit gegen die Schwerkraft“. Nur da, wo Arbeit gegen die Schwerkraft ist, sei Leben und wo sie erlischt, sei auch das Leben erloschen. Wenn das schon im biologischen Bereich gilt, so umso mehr im geistigen. Der Mensch ist das Wesen, das nicht von sich selber zu sich selber wird. Er wird nicht, indem er sich einfach treiben lässt, sich dem naturalen Schwergewicht seines bloßen Dahinlebens überlässt, sondern er wird immer nur im Ringen gegen die Schwerkraft des bloßen Dahinlebens, in der Kraft der Disziplin, die sich aus der Nötigung des Alltags herauszunehmen weiß, die sich aus dem Zwang der Zwecke und Triebe löst. Unsere Welt ist derart mit Vordergründigem vollgestellt, dass wir immer in Gefahr sind, bloß noch die Teile und nicht mehr das Ganze zu sehen. Es braucht Überwindung, um da durchzuschauen und von der Diktatur des Vordergründigen frei zu werden."

Joseph Ratzinger 

(Gesammelte Schriften 14/1)

Christ werden, wie geht das?

"Christ wie Mensch wird man nicht aus sich selbst, nicht durch eigene Leistung. Wie fremd es uns auch heute klingen mag - wir haben es nötig, uns gläubig dem Handeln Gottes zu eröffnen.

Christ wird man nicht allein, das besagt aber dann auch, dass man es nur werden kann in der Gemeinschaft der Mitglaubenden, im Voneinander und Füreinander des gemeinsamen Glaubens und Betens. …

Gemeinschaft, in der der Einzelne er selbst bleibt und zugleich Begegnung mit dem wahrhaft Menschlichen des Mitmenschen geschieht, solche Gemeinschaft bildet sich nicht, wo der Mensch sein Tiefstes sich allein vorbehält. Und doch bedarf der Mensch solcher Gemeinschaft, um er selbst sein zu können. So tritt von hier die Aufgabe auf uns zu, unser Innerstes auch öffentlich zu machen; es prägend in die Welt um uns hineinzutragen. An uns liegt es, die Welt nicht gottlos sein zu lassen, sondern durch unser Glauben hindurch Gott in sie hinein zu vermitteln."

Joseph Ratzinger 

(Gesammelte Schriften 14/1)