"Wer glaubt, ist nie allein – im Leben nicht und auch im Sterben nicht." Benedikt XVI.

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1. Advent: „Zu Dir erhebe ich meine Seele“ Ps 25,1

„Advent heißt zunächst von Neuem das „Du“ des Herrn zu sehen, auf den Herrn blicken, sich bekehren, heraustreten aus der Vergesslichkeit, in der wir leben, immer zu sehr mit unseren Äußerlichkeiten beschäftigt; heißt das Auge des Herzens erheben und dieses „Du“ sehen. Und wenn wir in den Bereich des „Du“ des Herrn eintreten, steigt die Seele auf findet neue Höhe, steigt zur Höhe des Herrn.“

Joseph Ratzinger

Christkönig

"Sie riefen: Gesegnet sei der König, der kommt im Namen des Herrn. Im Himmel Friede und Herrlichkeit in der Höhe!" Lk 19,38

Apsismosaik in Santi Cosma e Damiano in Rom

Christus ist nämlich der Lehrmeister der Demut. Denn Christus wird nicht König genannt, um Tribut zu verlangen, ein Heer zu bewaffnen und die Feinde sichtbar bis zum Ende zu bekämpfen, sondern damit er den Geist leite und die Glaubenden in das Himmelreich führe. Beda

Quelle: Catena Aurea

Wenn ihr standhaft bleibt (Geduld habt)

"Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden. Und doch wird euch kein Haar gekrümmt werden. Wenn ihr standhaft bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen." Lk 21, 17-19

Durch die Geduld werden wir also unsere Seelen besitzen, denn wenn wir lernen über uns selbst Herr zu sein, dann fangen wir an, das zu besitzen, was wir sind. Und darum liegt der Besitz der Seele in der Tugend der Geduld, weil sie die Wurzel und die Behüterin aller Tugenden ist. Geduld aber heißt, das von anderen zugefügte Böse mit Gleichmut zu ertragen und gegen den, der uns dieses Böse zufügt, keinen Groll zu hegen. (Gregor der Große)

Quelle: Caten Aurea

Allerseelen

"Amen, amen, ich sage euch: Die Stunde kommt, und sie ist schon da, in der die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden; und alle, die sie hören, werden leben." Joh 5, 25

So wie der Vater das Leben in sich selbst hat, so hat er es auch dem Sohn gegeben, Leben in sich selbst zu haben. Das Leben in ihm ist also sein eigenes, nicht von anderswoher, nicht fremdes Leben. ...  Steh auf, damit du durch ihn, der das Leben in sich selbst hat, das Leben empfängst, das du nicht in dir hast; und so geschieht die erste Auferstehung. Dieses Leben nämlich, das Vater und Sohn sind, bezieht sich auf die Seele. Denn jenes Leben der Weisheit bekommt nicht der Leib, sondern die Vernunft.

(Augustinus)

Quelle: Catena Aurea