„Wir glauben nicht an Gott, weil wir ihn brauchen, sondern weil er uns liebt“, Kardinal Gerhard Ludwig Müller

Er will uns. Er bedarf unser.

Lesungen zum 6. Sonntag in der Osterzeit: Apg 10,25-26.34-35.44-48;Ps 98,1.2-3b.3c-4;1 Joh 4,7-10;Joh 15,9-17

„Das erste Wort des heutigen Evangeliums ist von einer Größe, die uns eigentlich erschüttern müsste, wenn wir nicht durch Gewöhnung abgestumpft wären. ‚Wie mich der Vater liebt, so liebe ich euch‘ sagt der Herr. …  Wir sind geliebt, das heißt, wir werden gebraucht. Denn wer geliebt wird, der wird gebraucht, der ist nötig für den, der ihn liebt. Gott, der niemandes bedürftig ist, liebt uns und so gilt das Unwahrscheinliche: Er braucht uns, wir sind nötig geworden für ihn. Wir werden gebraucht. Wir sind nicht umsonst in der Welt. Er will uns. Er bedarf unser."

Joseph Ratzinger aus einer Predigt vom 10. Oktober 1996