"Wer glaubt, ist nie allein – im Leben nicht und auch im Sterben nicht." Benedikt XVI.
Lesungen vom 6. Ostersonntag: Apg 8,5-8.14-17; Ps 66,1-3.4-5.6-7.16 u. 20; 1 Petr 3,15-18; Joh 14,15-21
„Das Evangelium von heute, dem sechsten Sonntag der Osterzeit, spricht vom Heiligen Geist, den Jesus den Parakleten nennt (vgl. Joh 14,15-17). Paraklet ist ein Wort, das aus dem Griechischen kommt und zugleich Tröster und Fürsprecher bedeutet. Das heißt, der Heilige Geist lässt uns nie allein, er steht uns bei, wie ein Anwalt, der dem Angeklagten hilft, indem er ihm zur Seite steht. …
Lesungen vom 5. Ostersonntag: Apg 6,1-7; Ps 33,1-2.4-5.18-19; 1 Petr 2,4-9; Joh 14,1-12
„Das Evangelium des heutigen Sonntags, des fünften in der Osterzeit, stellt uns ein zweifaches Gebot des Glaubens vor: das Gebot des Glaubens an Gott und des Glaubens an Jesus. So sagt der Herr zu seinen Jüngern: »Glaubt an Gott, und glaubt an mich!« …
Lesungen vom 4. Ostersonntag: Apg 2,14a.36-41; Ps 23,1-3.4.5.6; 1 Petr 2,20b-25; Joh 10,1-10
„Der vierte Sonntag der Osterzeit, den wir heute feiern, ist Jesus, dem Guten Hirten, gewidmet. Das Evangelium sagt: »Die Schafe hören auf seine Stimme; er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen« (Joh 10,3).
Der Herr ruft uns beim Namen, er ruft uns, weil er uns liebt. Aber das Evangelium sagt auch, dass es noch andere Stimmen gibt, denen man nicht folgen sollte: die Stimme von Fremden, Dieben und Räubern, die den Schafen Böses wollen. Diese verschiedenen Stimmen erklingen in uns. Es gibt die Stimme Gottes, die freundlich zum Gewissen spricht, und es gibt die verführerische Stimme, die zum Bösen verführt. Wie können wir die Stimme des guten Hirten und die des Räubers erkennen?
Lesungen zum 3. Ostersonntag: Apg 2,14.22b-33; Ps 16,1-2 u. 5.7-8.9-10; 1 Petr 1,17-21; Lk 24,13-35

Rembrandt van Rijn Abendmahl in Emmaus (Ausschnitt)
„Auf unseren Wegen wird der auferstandene Jesus zum Weggefährten, um in unseren Herzen die Wärme des Glaubens und der Hoffnung zu entfachen und das Brot des ewigen Lebens zu brechen. Im Gespräch der Jünger mit dem unbekannten Wegbegleiter beeindruckt das Wort, das der Evangelist Lukas einem von ihnen in den Mund legt: »Wir aber hatten gehofft…« (24,21). Dieses Wort in der Vergangenheitsform sagt alles: Wir haben geglaubt, wir sind nachgefolgt, wir haben gehofft…, aber nun ist alles vorbei.
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Lesungen vom 2. Ostersonntag: Apg 2,42-47; Ps 118.2 u. 4.14-15.22-23.24 u. 28; 1 Petr 1,3-9; Joh 20,19-31
„Thomas ist in Wirklichkeit nicht der Einzige, dem es schwerfällt zu glauben, sondern er steht ein wenig für uns alle. …
Denken wir über diese Geschehnisse nach. Um zu glauben, braucht Thomas ein außergewöhnliches Zeichen. Er muss die Wunden berühren. Jesus zeigt sie ihm, aber auf eine gewöhnliche Art und Weise, indem er vor alle tritt, in der Gemeinschaft, nicht außerhalb. Als wolle er ihm sagen: Wenn du mir begegnen willst, dann such nicht in der Ferne, bleib in der Gemeinschaft, bei den anderen; und geh nicht weg, bete mit ihnen, brich das Brot mit ihnen. Und das sagt er auch uns. Dort wirst du mich finden können, dort werde ich dir die Zeichen der Wunden zeigen, die meinem Leib eingeprägt sind: die Zeichen der Liebe, die stärker ist als der Hass; der Vergebung, die die Rache entwaffnet; die Zeichen des Lebens, das den Tod besiegt. Dort, in der Gemeinschaft, wirst du mein Antlitz entdecken, wenn du Momente des Zweifels und der Angst mit deinen Brüdern und Schwestern teilst und dich noch stärker an ihnen festhältst. Ohne Gemeinschaft ist es schwierig, Jesus zu finden.“
PAPST FRANZISKUS, aus dem REGINA CAELI vom Sonntag, 16. April 2023