"Man darf nicht einfach aufgeben, das Evangelium zu verkündigen." Benedikt XVI.

Der TAG DES HERRN als E-Paper - Jetzt entdecken!

Advent: Ihn im Alltag begegnen

Lesungen zu zweiten Advent: Jes 40,1-5.9-11;Ps 85,9-10.11-12.13-14;2 Petr 3,8-14;Mk 1,1-8

 

"Wenn wir unser Herz bereit machen für die Aufnahme des Herrn, müssen wir lernen, ihn in den Ereignissen des täglichen Lebens zu erkennen, in denen er gegenwärtig ist. Der Advent wird dann sozusagen ein gutes Training, das uns zweifellos auf den auf den ausrichtet, der schon gekommen ist, der kommen wird und der ständig im Kommen ist."

Johannes Paul II Quelle: Generalaudienz

Advent: „Ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt!“

Lesungen zum 1. Advent:  Jes 63,16b-17.19b;64,3-7;Ps 80,2ac u. 3bc.15-16.18-19;1 Kor 1,3-9;Mk 13,33-37

Seid wachsam, damit der Hausherr Euch nicht schlafend antrifft, wenn er plötzlich kommt. Diese Worte Jesu drücken das Wesen der christlichen Existenz aus: Das Leben der Gläubigen ist ein Warten auf die Wiederkunft des Herrn. Dieses Warten ist kein passiver Zeitvertreib. Unsere menschliche Existenz ist auf diese Begegnung mit Gott am Ende der Zeit ausgerichtet. Und doch ist es nicht leicht, in einer oberflächlichen und hastigen Gesellschaft treu und gelassen auf diesen Zeitpunkt hin zu leben.

Seid wachsam! Wartet auf die Wiederkunft des Herrn, damit er seine Diener nicht schlafend antrifft!

Johannes Paul II, Generalaudienz am 26. Juli 2000

 

Christkönig

Lesungen zum Sonntag Christkönig: Ez 34,11-12.15-17a;Ps 23,1-3.4.5.6;1 Kor 15,20-26.28;Mt 25,31-46

Ausschnitt aus dem Apsismosaik der Kirche Santi Cosma e Damiano in Rom

„Dann wird der König denen auf der rechten Seite sagen: Kommt her, die ihr von meinem Vater gesegnet seid, nehmt das Reich in Besitz, das seit der Erschaffung der Welt für euch bestimmt ist. ... Dann wird er sich auch an die auf der linken Seite wenden und zu ihnen sagen: Weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist!“ Mt 25, 34 und 41

„Man muss aber bedenken, was über die Heiligen gesagt ist: Gesegnete meines Vaters; es wird aber nicht gesagt: Verfluchte meines Vaters; denn der Vater teilt zwar den Segen zu, ein jeder aber ist für sich selbst der Urheber des Fluches, dadurch dass er fluchwürdige Werke getan hat.“ (Origines)

Quelle: Catena Aurea

Friedhof als Ort der Hoffnung

Lesungen vom 32. Sonntag im Jahreskreis   Weish 6,12-16;Ps 63,2.3-4.5-6.7-8;1 Thess 4,13-18;Mt 25,1-13

„Der Platz des ‚Campo Santo Teutonico‘, des deutschen Friedhof zu Rom, gehörte einst zum Zirkus des Nero, der bis weit auf dem heutigen Petersplatz reichte. …  Friedhof als Ort der Hoffnung, das ist christlich. Das ist angewandter Glaube der Märtyrer, angewandter Auferstehungsglaube. Aber wir müssen hinzufügen: Die Hoffnung hebt die Trauer nicht einfach auf. Der Glaube ist menschlich, und er ist ehrlich. Er gibt uns einen neuen Horizont im großen und tröstenden Blick ins Weite des ewigen Lebens. Aber er lässt uns zugleich an dem Ort stehen, an dem wir sind. Wir brauchen die Trauer nicht zu verdrängen, wir nehmen sie an, und durch den Blick ins Weite verwandelt sie sich langsam und reinigt so auch uns selber, macht und sehender für das Heute und für das Morgen Es war sehr menschlich, dass die Liturgie früher in der Totenmesse das Halleluja ausließ, und der Trauer recht deutlich ihren Raum gab. Wir können nicht einfach das Jetzt unseres Lebens überspringen. Nur indem wir die Trauer annehmen, können wir lernen, die Hoffnung in der Finsternis zu entdecken.

Joseph Ratzinger, aus „Allerheiligen - Zu Füßen des Petersdoms“ Ansprache im Bayerischen Rundfunk, JRGS 14/3

"Der HERR ist mein Hirt, nichts wird mir fehlen." Ps 23

Lesungen des 28. Sonntag im Jahreskreis:  Jes 25,6-10a;Ps 23,1-3.4.5.6;Phil 4,12-14.19-20;Mt 22,1-14

„Gott ist der Hirt der Menschen. Wir gehören Ihm. Aber da ist niemand an den Er uns mit Vorteil verkaufen kann. Sein „Vorteil“ ist nichts anderes als unser „Wohl“. Er ist Ursprung und Quelle unseres Seins. Ihn zum Hirten haben heißt, ins eigene Sein und Wesen kommen, nicht mehr irgendeinem fremden Zweck unterworfen werden.“

Robert Spaemann (Meditationen eines Christen)