„Aber es ist wesentlich...daß wir uns von Jesus führen lassen, weil er den Weg nicht nur kennt, sondern der Weg ist.“ Benedikt XVI
Lesungen vom 2. Ostersonntag: Apg 2,42-47; Ps 118.2 u. 4.14-15.22-23.24 u. 28; 1 Petr 1,3-9; Joh 20,19-31
„Thomas ist in Wirklichkeit nicht der Einzige, dem es schwerfällt zu glauben, sondern er steht ein wenig für uns alle. …
Denken wir über diese Geschehnisse nach. Um zu glauben, braucht Thomas ein außergewöhnliches Zeichen. Er muss die Wunden berühren. Jesus zeigt sie ihm, aber auf eine gewöhnliche Art und Weise, indem er vor alle tritt, in der Gemeinschaft, nicht außerhalb. Als wolle er ihm sagen: Wenn du mir begegnen willst, dann such nicht in der Ferne, bleib in der Gemeinschaft, bei den anderen; und geh nicht weg, bete mit ihnen, brich das Brot mit ihnen. Und das sagt er auch uns. Dort wirst du mich finden können, dort werde ich dir die Zeichen der Wunden zeigen, die meinem Leib eingeprägt sind: die Zeichen der Liebe, die stärker ist als der Hass; der Vergebung, die die Rache entwaffnet; die Zeichen des Lebens, das den Tod besiegt. Dort, in der Gemeinschaft, wirst du mein Antlitz entdecken, wenn du Momente des Zweifels und der Angst mit deinen Brüdern und Schwestern teilst und dich noch stärker an ihnen festhältst. Ohne Gemeinschaft ist es schwierig, Jesus zu finden.“
PAPST FRANZISKUS, aus dem REGINA CAELI vom Sonntag, 16. April 2023