„Wir glauben nicht an Gott, weil wir ihn brauchen, sondern weil er uns liebt“, Kardinal Gerhard Ludwig Müller

Der TAG DES HERRN als E-Paper - Jetzt entdecken!

Vom Beten

"Du aber geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten." Mt 6,6

An verborgenen Orten zu beten, kommt dem Glauben mehr zu, damit wir wissen, daß der Herr überall gegenwärtig ist und daß er in der Fülle seiner Herrlichkeit das Dunkel durchdringt. Wir können unter der Tür des Hauses auch unseren leiblichen Mund verstehen, so daß daraus folgt, daß wir nicht mit lauter Stimme Gott bitten, sondern in der Stille des Herzens, und zwar aus drei Gründen: Erstens, weil Gott nicht mit lauter Stimme bedrängt werden muß, sondern an einem aufrichtigen Gewissen Gefallen hat, da er die Stimme des Herzens hört; zweitens, weil deine geheimen Gebete kein anderer hören muß, außer dir und Gott; drittens weil du dem Anderen nicht erlaubst zu beten, wenn du laut betest. (Cyprianus)

Quelle: Catena Aurea

Darstellung des Herrn - Denn meine Augen haben das Heil gesehen

Selig sind deine Augen, die Augen des Leibes und der Seele! Jene haben Gott sichtbar erblickt, diese aber haben nicht nur das Gesehene betrachtet, sondern durch den Lichtstrahl des Heiligen Geistes erleuchtet, das WORT im Fleisch erkannt. Das "Heil" nämlich, das du mit deinen Augen gesehen hast, ist Jesus selbst: sein Name verkündet "Heil". (Gregor von Nyssa)

Quelle Catena Aurea

Hanna, Simeon und Jesus im Tempel, Wandmalerei von Carl Vogel von Vogelstein (Schlosskapelle Pillnitz)

 

Sorge für das Heil des Bruders

Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon und sagte zu ihm: Wir haben den Messias gefunden. Messias heißt übersetzt: der Gesalbte - Christus. Joh. 1. 41

"Denn das heißt wahrhaft den HERRN finden, in wahrer Liebe zu Ihm zu glühen: daß man auch für das Heil seines Bruders Sorge trägt. (Beda)"

Quelle Catena Aurea

Frohe Weihnachten!

"Als sie dort waren, kam für Maria die Zeit ihrer Niederkunft, und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil in der Herberge kein Platz für sie war." (Lk 2, 6-7)

"Deinetwegen also wurde der schwach, der an sich stark und mächtig ist, deinetwegen arm, der an sich reich ist. Bleibe also nicht bei dem Sichtbaren stehen, sondern erkenne, dass du erlöst bist: Herr Jesus, mehr verdanke ich deiner Entäußerung und deinen Leiden, durch die ich erlöst bin, als deinem Reichtum an Macht, durch den ich geschaffen bin, denn umsonst wären wir geboren, hätte uns nicht der Erlöser gerettet." (Ambrosius)

Geburt Christi, Wandmalerei von Carl Vogel von Vogelstein (Schlosskapelle Pillnitz)

Denn ich war hungrig...

"Denn ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen; ich war nackt, und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank, und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis, und ihr seid zu mir gekommen." Mt 25, 35/36

Im geistigen Sinne beachtet die Werke der wahren Liebe der, der den nach der Gerechtigkeit Hungernden und Dürstenden mit dem Brote des Wortes und dem Trank der Weisheit erfrischt, und der den in Irrlehre oder Sünde Irrenden ins Haus der Mutter Kirche aufnimmt, und der den Kranken im Glauben annimmt. (Hrabanus)

Quelle: Catena Aurea