"Glauben bedeutet, sich im Dunkeln an das erinnern, was man im Licht gesehen hat." Kardinal Meisner

Macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle!

Lesungen zum 3. Fastensonntag: Ex 20,1-17;Ps 19,8.9.10.11-12;1 Kor 1,22-25;Joh 2,13-25

„Die Haltung Jesu, von der der heutige Abschnitt aus dem Evangelium berichtet, mahnt uns, unser Leben nicht auf der Suche nach unseren Vorteilen und Interessen zu leben, sondern zur Ehre Gottes, der die Liebe ist. Wir sind aufgerufen, uns immer jener starken Worte Jesu zu entsinnen: »Macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle!« (V. 16). Es ist sehr schlimm, wenn die Kirche in diese Haltung hineingerät, das Haus Gottes zu einer Markthalle zu machen. Diese Worte helfen uns, die Gefahr zurückzuweisen, auch unsere Seele, die die Wohnstatt Gottes ist, zu einem Marktplatz zu machen und auf der ständigen Suche nach unserem Vorteil zu leben statt in der großherzigen und solidarischen Liebe. Diese Lehre Jesu ist immer aktuell, nicht nur für die kirchlichen Gemeinschaften, sondern auch für die Einzelnen, für die zivilen Gemeinschaften und für die Gesellschaft insgesamt.“

PAPST FRANZISKUS aus dem ANGELUS vom 3. Fastensonntag, 4. März 2018