Bekennt euch zu ihm vor allen Völkern, ihr Kinder Israels; denn er selbst hat uns unter die Völker zerstreut. Tob 13, 3

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Fürchtet euch nicht!

Lesungen 12. Sonntag im Jahreskreis: Jer 20,10-13;Ps 69,8 u. 10.14.33-34;Röm 5,12-15;Mt 10,26-33

„Wenn wir näher in das Evangelium hineinhören so sagte es uns … Wenn ihr schon vor den Menschen Angst habt, denkt doch daran, Gott ist größer.

Wenn ihr euch fürchten wollt dann doch lieber vor Gott, nicht vor den Menschen. Alle Menschenmacht ist letzten Endes begrenzt. Sie kann uns das Innerste nicht rauben. Gott ist der allein endgültig Mächtige, der definitiv über unser Leben befinden wird. Nur ihn allein lohnt es sich zu fürchten. Und wenn wir anfangen ihn zu fürchten, an ihn zu denken, werden wir furchtlos gegenüber den Menschen. Dies hat sich die ganze Geschichte hindurch bewährt. Nicht die Kraftnaturen waren die großen Mutigen; wer nach dem Erfolg schaut, der muss letzten Endes dann doch vor den Menschen kriechen. Aber wer in Gottes Willen steht, für wen Gott der Maßstab ist, wer innerlich in ihm zu Hause ist, der weiß, dass letztlich nur Gott zählt.“

Joseph Ratzinger